Pressemitteilung (05.05.10)
Wetterauer Junge Liberale wenden sich gegen Griechenland-Hilfe
Auf dem 54. Landeskongress der Jungen Liberalen Hessen in Gießen erregte der Dringlichkeitsantrag der Wetterauer Jungliberalen am Samstag besonders hohes Aufsehen. Er wurde in der Tagesordnung gleich als erstes behandelt und wandte sich gegen die Gewährung von Finanzhilfen für Griechenland.Nach Abschätzung der Risiken, dem Durchspielen verschiedener Szenarien und hitzigen Debatten über das für und wider, der einzelnen Möglichkeiten, hat der Landeskongress mehrheitlich beschlossen, dass Deutschland kein Geld nach Griechenland schicken sollte und stattdessen Vorkehrungen für eine kontrollierte Pleite Griechenlands treffen sollte.
“Es darf nicht sein, dass Deutschland Kredite in dieser Höhe vergibt, wenn klar ist, dass man das Geld nie zurück bekommen wird und es fraglich ist, ob sich die griechische Regierung gegen den massiven Widerstand im eigenen Land überhaupt durchsetzen kann”, argumentierte Kai König, Chef der Wetterauer JuLis, in der Antragsbegründung.

Kai König, Björn Christian Wolf, Torsten Hinz (v.l.)
“Durch die zeitliche Abfolge der Ereignisse sind wir der vielleicht das einzige große Plenum im ganzen Land, das sich in einer breiten und kontroversen Debatte mit dieser Frage beschäftigt hat”, stellte König später fest. Das Ergebnis dieses hochaktuellen Beschlusses hat der Kongress dann auch gleich am Sonntag dem Vizepräsidenten des Deutschen Bundestages und FDP-Finanzexperten, Dr. Hermann Otto Solms, der auf dem Kongress zu Gast war, als Mahnung mitgegeben.

Herrmann Otto Solms spricht auf dem 54. Landeskongress der Jungen Liberalen Hessen (JuLis)
PM in “Bad Vilbel Online” |
| JU-Vorsitzendem Wysocki fehlt Kontakt zu Gleichaltrigen
Bad Vilbel, 05.02.2010 – Auf die wütende Kritik des Bad Vilbeler Vorsitzenden der Jungen Union Sebastian Wysocki am Wahlprogramm der Bad Vilbeler Bürgermeisterkandidatin Gesine Wambach, erwidert der Vorsitzende der Jungen Liberalen Wetterau, Kai König:
„Ich bin erstaunt darüber, wie heftig die Jugendorganisation der Vilbeler CDU das Ziel von Gesine Wambach kritisiert, mehr für Jugendliche in Bad Vilbel tun zu wollen. Statt sich als betroffener Jugendlicher über dieses Ziel zu freuen, bemängelt Wysocki, dass Frau Wambach die Jugendpolitik der Stadt Bad Vilbel nicht ausreichend bejubelt.“
Die städtische Jugendarbeit könne allein strukturbedingt nur einen Teil der Jugendlichen mit ihren Angeboten erreichen. Ob drei Konzerte pro Jahr und Teenie-Angebote für 10 bis 13-jährige ausreichend seien, darf zu Recht bezweifelt werden.
Kai König, der zugleich auch Vorsitzender der FDP Bad Vilbel ist, ergänzt: „Herrn Wysocki empfehle ich den Austausch mit gleichaltrigen Jugendlichen in Bad Vilbel. Ich bin mir sicher, dass er im Gespräch mit Jugendlichen, die Freitag- oder Samstagabend in Bad Vilbel draußen herumsitzen ganz neue Erkenntnisse gewinnen kann und dann auch die Intention der Bürgermeisterkandidatin Wambach versteht.
Stöhr-Verehrer Wysocki kennt sich offenbar gut aus in der Verwaltung der Stadt Bad Vilbel und ihrer Abteilung für Jugendarbeit. Gesine Wambach kennt sich dafür bestens aus, was Bad Vilbeler Jugendliche (und nicht nur die) denken und bewegt – aus direkten Gesprächen mit ihnen. Ich glaube Letzteres ist für eine bürgernahe Politik entscheidend“, stellt König abschließend fest. |
Pressemitteilung (28.03.2009)
Landesabiturpanne: Lösungen müssen einzelfallbezogen sein.
Vor dem Hintergrund der fehlerhaften Aufgabenstellungen bei den Matheklausuren der laufenden Landesabiturprüfungen, fordern die Jungen Liberalen Wetterau von der Kultusministerin Dorothea Henzler (FDP) differenzierte Problemlösungen.
Der stellvertretende JuLi-Kreisvorsitzende in spe Björn Christian Wolf (18), der auch Schulsprecher der Kurt-Schumacher-Schule in Karben ist, erklärt dazu: „Bei unseren Prüfungen wurde weder im – noch im Leistungskurs Mathematik über irgendwelche Fehler informiert. Deshalb plädiere ich im Fall der KSS für eine Wiederholung der Matheprüfung auf freiwilliger Basis. Da kann dann jeder einzelne Schüler selbst entscheiden, ob er es noch mal versuchen will oder nicht.“
Björn Christian Wolf kritisiert darüber hinaus auch die im Vergleich zu den Abiturklausuren von 2007 und 2008 unangemessen schweren Aufgaben: „Es war klar, dass der Schwierigkeitsgrad leicht angehoben werden muss, aber dieser krasse Sprung war unverantwortlich. Die einzige Vorbereitungsgrundlage waren ja schließlich nur die leichten Klausuren der letzten Jahre.“
Im Gegensatz zur KSS wurden an der Friedberger Augustinerschule die Schüler wohl noch einigermaßen rechtzeitig über den Fehler informiert. Die Beisitzerin der Wetterauer JuLis, Hannah Salecker (19), berichtet deshalb: „Relativ schnell nach Beginn der Bearbeitungszeit wurde eine E-Mail vom Kultusministerium mit dem Hinweis auf den Fehler verschickt. Mein Lehrer hat es in der Klasse laut und deutlich gesagt, dass es einen Fehler gibt und wo er sich befindet. Wir haben ihn korrigiert und mit der „neuen“ Aufgabe weiter gerechnet. Deshalb glaube ich, dass eine Wiederholung der Prüfung an unserer Schule nicht sehr sinnvoll ist. Wegen der zwei verlorenen Minuten möchte ich die Mathe-Prüfung nicht noch mal machen. Ich bin froh sie hinter mich gebracht zu haben.“
Der JuLi-Kreisvorsitzende Kai König ergänzt: „Wenn am Ende – wie von Henzler angekündigt – tatsächlich keinem Schüler ein Nachteil aus diesem Fehler entsteht, bleibt allerdings die Frage im Raum, wie es sein kann, dass für die Aufgabenstellung bezahlte Fachkräfte sich solche Fehler erlauben. Hätte man die endgültigen Aufgaben von zwei unabhängigen Fachleuten unter Realbedingungen durchrechnen lassen, wäre solch ein Fehler im Vorhinein mit Sicherheit aufgefallen.“
Zur Kritik des hessischen „Landesschülerrates“, das Landesabitur sei so fehlerhaft wie seine Aufgaben erklärt König: „Diese Kritik ist hanebüchen! Vor der Einführung des Landesabiturs dürfte die Dunkelziffer fehlerhafter Abituraufgaben um ein vielfaches höher gewesen sein. Nur sind diese Fehler in Einzelfällen nicht nach außen getragen worden. Einen Rückfall in die grauenhafte Schulpolitik der früheren rot-grünen Landesregierung wird es mit der FDP zum Glück nicht geben. Der Landesschülerrat dürfte deshalb mit seiner Position kaum für die Mehrheit der hessischen Schülerinnen und Schüler sprechen.“ |
|
| Pressemitteilung
Zivilcourage auch 20 Jahre nach dem Mauerfall
Die Jungen Liberalen Wetterau, die zusammen mit den JuLis Hessen die Gegenkundgebung unterstützten, zeigten sich sehr erfreut über die erfolgreiche Blockade der NPD-Demonstration am Samstag in Friedberg.
„Vor genau 20 Jahren haben sich in Berlin Menschen versammelt und trotz Androhung staatlicher Sanktionen die Mauer gemeinsam zu Fall gebracht. Die gleiche Zivilcourage bewiesen hunderte Menschen bei der Kundgebung in Friedberg, als sie sich weigerten die Marschroute für die selbst ernannte „National-Sozialist(isch)en-Partei – NPD – frei zu machen,“ stellte der Vorsitzende der Wetterauer Jungliberalen Kai König fest.
Gleichzeitig begrüßte König auch das Handeln der Polizei vor Ort: „Die Situation war für die Polizei alles andere als einfach. Schließlich musste der Einsatzleiter einerseits dem formellen Demonstrationsrecht der NPD Geltung verschaffen, andererseits aber auch darauf achten, dass die friedlichen Kundgebungsteilnehmer nicht gefährdet werden. Mit der Umleitung der Demonstrationsroute über Nebenstraßen hat die Polizei diesen Spagat in meinen Augen gut gelöst.
Dass einzelne unbelehrbare Gewaltaktivisten von der Polizei festgenommen wurden und für ihr Handeln zur Verantwortung gezogen werden ist selbstverständlich.
Im Gegensatz dazu jedoch, ist die Keule des Strafrechts gänzlich fehl am Platze, wenn sie bei Menschen angewendet werden soll, die mit friedlichen Mitteln verhindert haben, dass Rechtsextremisten wie vor 60 Jahren durch Friedbergs Hauptschlagader marschieren,“ ergänzt König abschließend. |
|
|